SOS-Elemente

1. Regenerative (Erholungs-)Kultur
Wie in der Natur wächst und gedeiht ein selbstorganisierendes Ökosystem nur, wenn seine Kultur regenerativ ist, also ausreichend Zeit und Ressourcen für Erholung, Sammlung und Konfliktbewältigung bietet. Dies ist auch die Grundlage für Gruppen, die selbstorganisierende Methoden verwenden.

2. Gemeinsame Ausrichtung
Gemeinsame Ziele und Arbeitsweisen sind die Grundlage. Wir müssen uns auf inhaltliche und strukturelle Grundlagen einigen, um effektiv organisieren zu können.

3. Zustimmungsbasierte Entscheidungsfindung (Konsent)
Anstatt nach Einverständnis zu fragen, werden Einwände abgefragt.

4. Projektfreiheit
- Personen besetzen Rollen, deren Mandat geklärt wird (Z.B. Zweck der Rolle und welche Bereiche und Verantwortlichkeiten gehören dazu)
- diese Personen haben die volle Befugnis, Entscheidungen zu treffen und im Rahmen dieses Mandats Maßnahmen zu ergreifen.
- Wenn jemand in diesem Kontext eine Entscheidung trifft, ist er/sie dafür verantwortlich, Rückmeldungen von Personen mit Erfahrung und von der Entscheidung Betroffenen einzuholen

 5. Mandate

- Zweck: Was soll erreicht werden?
- Verantwortlichkeiten: Was muss dafür getan werden, um dies zu erreichen?
- Mache deutlich, welche Entscheidungen ein Team oder eine Rolle treffen kann und wofür sie verantwortlich sind.

6. Kommunikation
- Spreche mit Erfahrenen und mit denjenigen, die am meisten von einer Entscheidung betroffen sind
- Es ist wichtig, sich beraten zu lassen und selber Informationen bereitzustellen.

7. Transparenz
Es ist viel leichter, zusammen zu arbeiten, wenn klar ist:
- wer sich um was kümmert
- welche Mandate man selber hat
- welche Mandate andere Rollen und Teams haben
Vertrauen ist die Grundlage

SELBSTORGANISIERENDE KREISE
Jeder Kreis (oder jedes Team) hat sein eigenes Mandat und kann seine Rollen definieren und verfeinern.
Bei großen Rollen kann der Kreis einen Unterkreis erstellen, der sich selbst organisiert.
Diese Kreisstruktur erweitert sich zum Ankerkreis, der alle Kreise enthält.
Zustimmung und Verknüpfung stellen sicher, dass kein Individuum Macht über einen anderen hat, und mildern die negativen Merkmale einer hierarchischen Struktur.
Jede Ebene der Struktur ist etwas weiter von den Schrauben und Muttern entfernt und bietet eine breitere Sicht auf Ressourcennutzung, Zweck und Prioritäten.

WIE DIE MACHT DEZENTRALISIERT WIRD
Die Autorität wird mithilfe eines kollektiven Entscheidungsprozesses in Rollen und Kreise aufgeteilt. Mandate befähigen Rollen, operative Entscheidungen zu treffen.
Um eine Rolle / einen Kreis hinzuzufügen / zu ändern, legt ein Mitglied einen Vorschlag zur Lösung eines erkannten Problems vor, das als Spannung bezeichnet wird, und jedes Kreismitglied hat die Möglichkeit, Einwände zu erheben.
Einwände werden angeregt, da sie wichtige Informationen darstellen, die zur Verbesserung des Vorschlags integriert werden können, bevor er angenommen oder zurückgezogen wird.
Ziel ist es, etwas zu schaffen, das Bewegung nach vorne ermöglicht.
Die Entscheidung kann später erneut überprüft werden, sodass sie beim ersten Mal nicht perfekt sein muss.

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