Überwindung von unzeitgemäßer Hierarchie: SOS

In der „organischen“ Organisationsform gibt es Hierarchien in Form von Mandaten. Das bedeutet, dass das Individuum einem anderen Individuum eine Entscheidungskompetenz zugesteht. In einer geschlossenen Gruppe geht der Impuls von der Person aus, die für sich in Anspruch nimmt, EntscheidungsträgerIn für einen Aspekt oder Bereich zu sein. Sie erklärt ihre Bereitschaft und bekommt vom Rest der Gruppe, sofern es keine Bedenken gibt, das Mandat dafür zugesprochen. Ein solches System ist sehr widerstandsfähig, weil die Beteiligten ein starken gemeinsames Gruppenbewusstsein aufbauen. Wenn alle gefragt werden, fühlen sich alle gehört und ernst genommen. Sie sind bereit, für das Gemeinsame einzustehen, egal ob es eine Gruppe, eine Organisation oder ein Unternehmen ist.

In hierarchischen Strukturen entsteht kein gemeinsames Gruppenbewusstsein. Die Energie der Einzelpersonen wird von denjenigen, die weiter oben in der Hierarchie stehen, abgeschöpft und einem möglichen Gruppenprozess entzogen. Gruppenbewusstsein kann hier nur jeweils auf der gleichen Hierarchie-Ebene entstehen - ohne Verbindung zwischen "oben" und "unten".
Allerdings erzeugt eine Gruppe ein eigenes Feld, bzw. einen eigenen Raum, der wiederum eine Anziehungskraft bzw. Sogwirkung auf andere Menschen ausüben kann – dies kann sich aber auch in einer überhöhten Ablehnung ausdrücken.
Anziehungsstrukturen sind überall etabliert. Sie haben die wichtige Funktion, Energie in gebündelter Form zur Verfügung zu stellen. Nur wenn Energie gebündelt wird, kann sie eine höhere Organisationsstufe erreichen, die Z.B. große technische oder gesellschaftliche Fortschritte möglich macht.

Viele Menschen sind nur dann bereit, ihre Kraft und Energie zur Verfügung zu stellen, wenn gleichzeitig ihre eigene Entwicklung gewährleistet ist. Die Existenz als Rädchen im Getriebe ist nicht attraktiv, wenn es keine kreativen Gestaltungsmöglichkeiten gibt. In diesem Fall entsteht eine Unruhe, die letztendlich die festen Strukturen mehr und mehr aufweicht.
Deshalb findet in vielen Unternehmen und in allen Bereichen der Gesellschaft eine Veränderung zu flacheren Hierarchien statt. MitarbeiterInnen werden in Prozesse und Entscheidungen mit einbezogen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich alle innerhalb des Systems weiterentwickeln können.
Diese Öffnung zu organischen Strukturen des gegenseitig Lernens und Wachsens stoßen allerdings an natürliche Grenzen, wenn die Effizienz im Vordergrund steht. Hier vollzieht sich ein langsamer Paradigmenwechsel, hin zu Strukturen, die ein bewusstes Wachstum ermöglichen.

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